Die wichtigsten WLAN-Einstellungen verstehen


Viele Leute halten WLAN-Netzwerke für komplex und unmöglich zu durchschauen. Darüber zu lesen, ist, als navigiere man durch ein riesiges Labyrinth aus unverständlichen Akronymen. Kein Wunder, dass nur wenige mutige, und typischerweise technisch versierte, Individuen es wagen, die WLAN-Einstellungen zu öffnen und damit zu spielen. Aber das muss nicht so sein! Mit diesem Artikel möchten wir die wichtigsten Aspekte von WLAN-Netzwerken entmystifizieren und Ihnen bei der korrekten Einrichtung Ihres WLANs helfen.

Welche WLAN-Einstellungen sind die wichtigsten?



Hersteller von WLAN-Routern wissen, dass die meisten Nutzer nicht wissen, wie man ein Heim-WLAN einrichtet . Um die Sache ein wenig einfacher zu gestalten, haben sie bequeme Apps oder Assistenten zum Einrichten erstellt, die all die technische Komplexität hinter einer hübschen Benutzeroberfläche und einfacher Sprache verstecken.

Manche WLAN-Einstellungen jedoch sind so wichtig und leicht zu verstehen, dass es Sinn macht, sich damit auszukennen.

  • SSID:SSID steht für service set identifier (Funk-Netzwerk-Kennung), und ist der primäre Name eines WLAN-Netzwerks. SSIDs sind bis zu 32 Zeichen lang, und die Zeichen müssen im ASCII-Format sein, einem Standard zur Kodierung für elektronische Kommunikation. Alle Router haben eine bestimmte Standard-SSID, oft der Herstellername. Als Anwender steht es Ihnen frei, die SSID Ihres WLAN-Netzwerks so oft zu ändern, wie Sie wollen. Sie können es sogar verbergen, um andere daran zu hindern, sich leicht mit Ihrem Netzwerk verbinden zu können.


  • Sicherheits-Modus: Um eine Datenvertraulichkeit zu gewährleisten, die mit der traditioneller verkabelter Netzwerke vergleichbar ist, wurden mehrere Sicherheits-Standards für Drahtlos-Netzwerke entwickelt, von denen WEP (Wired Equivalent Privacy) der älteste ist und 1997 als Teil des ursprünglichen Standards 802.11 ratifiziert wurde. Aufgrund seiner Nachteile wurde WEP von WPA (Wi-Fi Protected Access) abgelöst. Als Faustregel gilt: immer den neuesten Sicherheitsstandard für drahtlose Netzwerke nutzen, den Ihr Router unterstützt. Wenn das nur WEP ist, sollten Sie sich dringend überlegen, einen neuen Router zu kaufen.

  • Passwort: Selbst der stärkste Standard für WLAN-Netzwerke kann völlig nutzlos sein, wenn Ihr Passwort schwach ist. Ein Passwort ist schwach, wenn es leicht zu erraten ist. Die schwächsten Passwörter sind Namen, Daten oder einfache Phrasen. Ein wenig besser sind Passwörter, die zufällig sind, aber zu kurz. Ein ideales Passwort ist so lang, dass es durch Brute-Force-Angriffe wie Wörterbuch-Attacken nicht innerhalb eines vernünftigen Zeitraums zu knacken ist. Wenn Sie Probleme haben, sich an zufällige Ketten von Buchstaben und Zahlen zu erinnern, überlegen Sie sich, stattdessen einen sehr langen Satz zu nehmen, am besten komplett sinnlos und grammatisch falsch. Wenn Sie sich fragen, wie man ein WLAN-Passwort erstellt, das sowohl zukunfstssicher ist als auch Hackern widerstehen kann, lassen Sie sich doch von einem Zufallsgenerator für Passwörter helfen.

  • Kanal:Das 2,4 GHz-Band ist in mehrere Kanäle unterteilt, in Nordamerika z. B. in 11. Diese Kanäle sind wie Bahnen im Schwimmbecken. Wenn ein Schwimmer in einer Bahn schwimmt, beeinträchtigen die Wellen, die er oder sie verursacht, Schwimmer in angrenzenden Bahnen. Das ist bei WLAN-Netzwerken genauso. Wenn zwei Netzwerke auf demselben Kanal sind, können Interferenzen auftreten. Deshalb sollten Sie Ihren WLAN-Router so konfigurieren, dass er den am wenigsten genutzten Kanal nutzt.

  • NAT: Network address translation (NAT) ist eine Methode, einen IP-Adressraum mit einem anderen neu zu belegen. Mit NAT kann eine öffentliche IP-Adresse eine Anzahl privater IP-Adressen verbergen. Viele WLAN-Nutzer erleben beim Online-Gaming mit NAT zusammenhängende Probleme. Sie zu lösen, erfordert entweder Port-Forwarding oder Port-Triggering. Beides kann man im NAT-Bereich der meisten WLAN-Router im Einstellungsbereich erledigen.

  • QoS: Quality of service (QoS) ist eine nützliche Funktion vieler neuerer WLAN-Router. Im Kern bietet QoS die Fähigkeit, verschiedenen Anwendungen, Nutzern oder Datenströmen Vorrang einzuräumen, um eine gewisse Stufe an Leistung zu garantieren. Typischerweise priorisieren WLAN-Nutzer Sprachkommunikation oder Online-Gaming vor Datei-Downloads und Video-Streaming.

Wie richtet man WLAN korrekt ein?


Um Ihr WLAN korrekt einzurichten, müssen Sie wissen, welche anderen WLAN-Netzwerke in Ihrer Umgebung senden. Ein WLAN-Analyse-Tool gibt Ihnen diese Informationen. Was Sie hauptsächlich wissen möchten ist, welche WLAN-Kanäle am meisten genutzt werden, damit Sie einen ohne viele Interferenzen wählen können.

Wenn Sie herausfinden, dass alle 2,4 GHz-Kanäle stark belegt sind, überlegen Sie sich, zum 5 GHz-Band zu wechseln. Es besteht aus 23 statt nur 3 nicht-überlappenden Kanälen. Viele moderne WLAN-Router unterstützen sowohl das 2,4 GH-z als auch das 5 GHz-Spektrum, daher müssen Sie vielleicht nicht mal neue Hardware kaufen.

Zu guter Letzt sollten Sie auch noch den besten Standort für Ihren WLAN-Router finden. Auch hierbei kann Ihnen eine gute WLAN-Analyse-App helfen. Im nächsten Abschnitt stellen wir Ihnen beliebte WiFi-Analyse-Anwendungen vor, von denen jede eine einzigartige Kombination an Funktionen mitbringt.

Die besten Software-Apps zum Einrichten von WLAN-Netzwerken


1. NetSpot

NetSpot ist ein einfach zu bedienendes Programm für WLAN-Standort-Gutachten, WLAN-Analyse und Fehlerbehebung für Mac OS X und Windows. NetSpot kann schnell alle wichtigen Daten zu WLAN-Netzwerken in der Umgebung sammeln und tiefgehende WLAN-Analysen durchführen.

NetSpot

Anders als ähnliche Apps, wurde NetSpot für normale Heimanwender entwickelt, erfüllt aber auch die Bedürfnisse von Netzwerk-Profis, die beruflich mit Netzwerken arbeiten und höchste Präzision benötigen.


2. inSSIDer

inSSIDer ist ein WiFi- bzw. WLAN-Scanner für Windows und Mac OS X. Die App ersetzt den beliebten Windows-WLAN-Scanner NetStumbler und kommt mit mehreren neuen Funktionen und einer verbesserten Benutzeroberfläche.

inSSIDer

inSSIDer bietet Funktionen wie das Sammeln von Daten von drahtlosen Geräten, einen Routine-Check um optimale Kanalauswahl sicherzustellen, und vieles mehr.


3. WiFi Analyzer

WiFi Analyzer ist ein sehr einfacher WLAN-Analyzer für Windows. Sein Hauptvorteil ist die Tatsache, dass Sie ihn direkt aus dem Windows Store herunterladen können.

WiFi Analyzer

WiFi Analyzer ist viel einfacher gestrickt als die beiden ersteren Programme, was aber nicht unbedingt schlecht ist, außer, Sie wollen etwas sehr Spezifisches tun.


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